1928 legte Bäckermeister August Hollekamp I (geb. 1900) an der Ochtruper Straße in Gronau den Grundstein des Familienbetriebes.

Dort, wo sich auch heute noch der Hauptsitz des Unternehmens befindet, begann August I mit einer 70 qm großen Bäckerei. Die Backstube hatte eine Größe von ca. 40qm, während seiner Frau Katharina ca. 30 qm für den Verkauf im Laden blieb. Der größte Teil der Backwaren wurde per Pferdewagen an Bauernhöfe und ins "Überland" verkauft.

1937 wurde das erste Auto der Bäckerei angeschafft. Im Krieg wurde es beschlagnahmt. Selbst der Motor wurde ausgebaut und zweckentfremdet. Nach dem Krieg wurde es mit viel Liebe restauriert und wieder in Betrieb genommen. Viele andere  Maschinen, die den Arbeitstag erleichterten, gab es zu der Zeit noch nicht. Dafür hatte die Bäckerei Hollekamp einen der ersten Dampfbacköfen. Da kamen selbst die Nachbarn mit Ihrem eigenen Kuchen und fragten, ob sie ihn abbacken dürfen.

Von 1943-1946 wurde die Bäckerei stillgelegt, weil August I in den Krieg eingezogen wurde. Im Jahr 1963 verstarb August I und sein Sohn August II (1936) übernahm die Bäckerei. August II fing schon früh an zu expandieren. Er baute 1967 ein Wohnhaus und für damalige Verhältnisse eine große Backstube. Auch August II wurde von seiner Frau unterstützt. Änne verkaufte im Laden neben den üblichen Backwaren auch Lebensmittel wie Aufschnitt. Sogar Waschmittel war im Angebot.

1979 wurde die erste Filiale am Nienkamp in Epe eröffnet. Fortan mussten neue Kapazitäten geschaffen werden. So wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Backstube immer mit der neusten Bäckereitechnik ausgestattet wurde. 1983 wurde das erste Mehlsilo gebaut. Weitere Filialen wurden eröffnet und bald stoß man erneut an die Kapazitätsgrenzen. So wurde 1988 eine 500 qm große Backstube im Hof errichtet. Als das Liefergeschäft in die benachbarten Niederlande ausgebaut wurde, war auch diese Backstube schnell am Limit.

1999 übernahm August III (1968) den Betrieb. Unter seiner Führung und mit Hilfe seiner Frau Marita wurde im Jahr 2002 die erste HollyBack-Filiale eröffnet. Die Filiale in Lingen war ein logischer Schritt, um den Wünschen der Kunden nachzukommen. Ein neuer Vertriebsweg war geschaffen. Mittlerweile gibt es 12 HollyBack Filialen im Münsterland und im Emsland.

Die Backstube wurde 2008 auf über 2000 qm ausgebaut. Jeden Tag kümmern sich mehr als 300 Mitarbeiter, die jeden Tag früh auf den Beinen sind, um Qualität und Frische. Lisa und August IV hegen in uns die Hoffnung, dass auch die Nachfolge in der 4. Generation in den Startlöchern steht und das traditionsreiche Familienunternehmen fortführen.